Muskuläre Hypertrophie: Volumen Vs. Intensität – Eine Tiefenanalyse

Muskuläre Hypertrophie: Volumen vs. Intensität – Eine Tiefenanalyse
 

Von Christian Roth & Annika Spiegel | Benötigte Lesezeit: 11 Minuten |


Im klassischen Bodybuildingalltag herrscht völligste Verwirrung. Nicht nur, dass die Begriffe Volumen und Intensität teils völlig abstrus definiert und gehandhabt werden, auch die Wichtigkeitseinschätzung dieser verläuft nahezu konträr. Doch wie kommt das?

Muskuläre Hypertrophie: Volumen vs. Intensität – Eine Tiefenanalyse

Abb. 1: Interaktion von Trainingswissenschaft, -lehre und Sportpraxis (Bildquelle: Hohmann et al., 2012).

Einen ersten Anknüpfungspunkt bei der Ursachenforschung liefert Abbildung 1 oben. Diese zeigt die Interaktion von Wissenschaft, Lehre und Praxis.

Auf der einen Seite steht die Sportpraxis und die aus ihr hervorgegangenen Meisterlehren. Diese sind bewährte, durch Ausprobieren entstandene Erfahrungen, die von einer Trainergeneration zur Nächsten weitergegeben wurden. Demgegenüber findet sich die Trainingswissenschaft. In ihrem ursprünglichen Gedanken nimmt diese die Erfahrungen der Praxis auf und überprüft sie auf Wirksamkeit. Somit entsteht, zumindest theoretisch, eine wechselseitige Abhängigkeit im Sinne einer Schnittmenge sowie ein voneinander-Lernen: Dies wurde „Trainingslehre“ genannt.

Zielgruppe der Trainingslehre sind TrainerInnen*, SpielerInnen* und generell an der Thematik interessierte Individuen.

*Im weiteren Aufsatzverlauf wird lediglich der Terminus Trainer bzw. Spieler genutzt. Gemeint sind stets sowohl männliche als auch weibliche Individuen.

Ein kurzer Blick in die Praxis reicht aus, um festzustellen: Die Qualität der Trainingslehre ist nicht ausreichend.

Viele Trainer verlassen sich auf längst überholtes Wissen der 1980er Jahre, gepaart mit eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Abseits vom Verantwortungsbereich der Trainer kommt fataler Weise hinzu, dass Weiterbildungen im sportwissenschaftlichen Bereich oftmals weder up-to-date noch qualitativ hochwertig sind. So erfolgt im Endeffekt ein ständiges Stützen auf Wissen, was in der einmal gelernten Weise eigentlich gar nicht mehr dem Stand der aktuellen Forschung entspricht.

Liegt das daran, dass sich die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis von ihrer ursprünglichen Ratio entfernt? Liegt das daran, dass die Wissenschaft immer komplexer wird und so eine Kommunikation mit der Praxis unmöglich wird? Oder liegt das gar daran, dass sich sowohl Wissenschaft als auch Praxis jeweils selbst als relevanter wahrnehmen?

Auch wenn vorliegend keine Antworten auf die gestellten Fragen gefunden wird, erscheint die Konsequenz der Betrachtungsweise umso klarer: Halbrichtiges Wissen hält sich krampfhaft, während neue Erkenntnisse kaum Einzug in die tägliche Praxis finden - dies wird vorliegend anhand der Termini Volumen und Intensität verdeutlicht.


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Bildquelle Titelbild: Fotolia / Maksim Toome


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