Kontrolliertes Übertraining: Eine Einführung in das K.O. Trainingsprinzip

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Kontrolliertes Übertraining – Das K.O. Trainingssystem im Detail erklärt

Von Denis Tengler | Benötigte Lesezeit: 10 Minuten |


Bevor wir inhaltlich gleich in das Thema des heutigen Beitrags einsteigen, möchte ich mich doch noch recht herzlich bei Damian bedanken, dank dem wir dieses schöne Zeitschriftenprojekt gemeinsam bewundern dürfen und dem ich es persönlich zu verdanken habe, mal wieder an so etwas mitzuarbeiten, nachdem ich mich praktisch schon aus der Autorentätigkeit „im Sport“ zurückgezogen hatte.

Vielen herzlichen Dank für die freundliche Einladung, lieber Damian – möge dieses Projekt ein super Erfolg werden!

Ein Abschied

Irgendwie wird dieser Artikel, nach Jahres des Schreibens in unserem schönen Genre, einen vorläufigen Abschluss in Bezug auf Artikel meinerseits bilden, die sich isoliert mit Einzelthemen des Trainingsbereichs beschäftigen. Es ist einfach ein Artikel, der immer wieder mal in meinem Kopf angeklopft hat und der thematisch betrachtet noch ausstand. Oder besser „noch anstand“.

Im Übrigen habe ich mich bisher weitgehend mit Erfolg dagegen gewehrt, redundante Themen zu publizieren und stattdessen lieber auf meine Mediographie verwiesen. Mir war es auf eine gewisse Weise immer gesund peinlich, meine eigenen Inhalte wieder und wieder zu kopieren und damit dann bei immer neuen Schaufenstern hausieren zu gehen, während ein sehr bekannter Fitnessautor gerade zum 20sten mal sein erstes Buch Copy+C't & Copy+V't und dann demnächst neu herausbringt. Ekelerregend. Die armen Bäume.

Jedenfalls schreibe ich diesen Artikel auch mit so ein klein wenig Herzschmerz und er fühlt sich auch tatsächlich wie ein kleiner Abschied an, dieser kleine unscheinbare Beitrag, obwohl sich dann hoffentlich auch wieder was ganz Neues entfalten darf und wird.

 

Die Idee zu einem Beitrag, der daskontrollierte Übertraining behandelt, geisterte Denis schon seit längerer Zeit im Kopf herum. Schnapp' dir also eine Tasse Tee/Kaffee und mach es dir gemütlich. Es lohnt sich. (Bildquelle: Fotolia / Jacob Lund)

Eine weitere Einladung

Nun ist es für uns alle doch bestimmt auch sehr wichtig, in eine passende Stimmung hineinzukommen, wenn wir einen Artikel wie diesen oder irgendeinen anderen lesen. Im besten Fall untersuchen wir hier  gemeinsam ein Thema und wollen damit unser Bestes noch besser machen. Ich schreibe diesen Artikel also auch um der Stimmung willen, die damit einhergeht und würde mir wünschen, etwas von dieser Stimmung mittransportieren zu können.

Vielleicht nutzt dir persönlich dieser Artikel gar nichts; das kann ich nicht ausschließen aber wenn du so ein klein wenig in die hier beschriebene Stimmung kommst, hast du was ganz anderes, viel zentraleres mitgenommen. Das würde ich mir vor allem für dich wünschen, liebe/r Du! Ein paar geheime Trainingseinsichten werde ich natürlich auch hier drin, ganz neutral geschmückt, verstecken.

Kontrolliertes Übertraining – Das K.O. Trainingssystem im Detail erklärt

Abgrenzung & Begriffsbestimmung: Was ist Übertraining?

Wenn wir nun unser Thema „Übertraining“ anschneiden, müssen wir uns zunächst darüber einig sein, was wir eigentlich mit diesem Begriff meinen, damit die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse uns nicht beim Verständnis behindern. Du erinnerst dich;

  • da gibt es die, die sagen dass es kein Übertraining gibt („alles eine Frage des Trainingsstands“),
  • dann die, die Übertraining in sympathikoton und parasympathikoton (Typ A und B) einteilen
  • und die, die sagen, dass jedes Training ein Übertraining sein muss, um uns ein bisschen aus der Homöostase raus zu ziehen und vielleicht dann in der letzten Konsequenz muskulär über den Status Quo hinauszuwachsen (bitte, bitte, bitte).

Mögen die anderen Philosophen und Untertypen mir verzeihen, dass sie hier keine gesonderte Erwähnung finden. Du kennst diese ganzen Richtungen sicherlich auch und – und dafür bin ich unserem Eisenbruder Damian ganz besonders dankbar – ich kann in diesem Artikel getrost darauf verzichten, dir diese ganzen Richtungen ausführlich darzustellen, da wir mit diesem Magazin auch ein wenig innovativ sein wollen, statt immer wieder die gleichen Themen durchzukauen (=abzuschreiben), obwohl sich keine inhaltliche Revolution ergeben hat. Dieses ganze Zeug haben wir doch längst im „Gehirnsystem A“ abgelegt und sind darüber hinausgewachsen – aber nicht nur muskulär – und können uns heute so ein klein wenig dem „Gehirnsystem B“ zuwenden, natürlich ohne dabei zu vergessen, dass diese Klassifizierung in „A“ und „B“ nur der Erleichterung der hier formulierten Inhalte dient:

„Mit Übertraining - eigentlich Overreaching - meinen wir in den folgenden Zeilen ganz einfach ein zusätzliches Trainingsvolumen, welches über ein ansonsten (für und durch dich selbst ermitteltes) optimales Maß an Trainingsbelastung hinausgeht. Ich gehe hier davon aus, dass du fit genug bist, um so etwas für dich selbst bestimmen zu können und dass du dich auch nach den Ergebnissen deiner eigenen Forschungsbemühungen richtest.“

Kontrolliertes Übertraining – Das K.O. Trainingssystem im Detail erklärt 

Das "Kontrollierte Übertraining" ist eigentlich ein kontrolliertes Overreaching - ein Trainingsperiode, in der du bewusst über das optimale Maß an Trainingsfrequenz, -intensität oder -dauer, welches für eine Adaption notwendig ist, hinausgehst, um in einer nachfolgenden Phase mehr Raum für die Regeneration zu lassen. Dieses Trainingsprinzip eignet sich z.B. für Zeiten, in denen du weniger Zeit für das Training aufbringen kannst oder willst (Wochenende, Urlaub etc.). (Bildquelle: Trainingrogue.com)

Kontrolliertes Übertraining (K.O. Training) | Die Voraussetzungen

Es ist natürlich so, dass sich ein Artikel immer an irgendwen richten muss. Dieser Artikel richtet sich an dich, wenn du bereits...

Dieser Artikel erschien in der 10/2018 Ausgabe unseres MHRx Magazins

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Bildquelle Titelbild: Fotolia / antondotsenko


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