Hypertrophie: Welche Rolle spielt der Bewegungsradius (ROM) im Training beim Muskelaufbau?

Hypertrophie: Welche Bedeutung spielt der Bewegungsradius (ROM) im Training beim Muskelaufbau?
Von Damian Minichowski | Benötigte Lesezeit: 5 Minuten |

Viele von uns stehen im Fitnessstudio beim Training vor einer bedeutsamen Frage, deren Implikationen sich jedoch nur die Wenigsten wirklich bewusst sind. Und häufig ist es so, dass wir uns für die falsche Antwort entscheiden.

Diese Frage lautet: Soll ich mehr Gewicht nehmen und dafür mit einem geringeren Bewegungsradius („Range of Motion“ aka ROM) trainieren oder ist es besser, wenn ich wenig(er) Gewicht draufpacke und dafür die volle, mir zur Verfügung stehende, Amplitude nutze?

Zweifelsohne ist es schon sehr geil, wenn man viel Gewicht bewegt und sich dabei stark fühlt (natürlich stets unter der Prämisse, dass die Technik einigermaßen stimmt), aber glaube mir bitte, wenn ich dir sage, dass es schon sehr komisch und befremdlich aussieht, wenn sich die Stange nur wenige Zentimeter bewegt.

Lass‘ dir jedoch an dieser Stelle gesagt sein, dass du damit kaum jemanden beindrucken wirst. Zumindest dann nicht, wenn derjenige ein wenig Ahnung vom Kraftsport hat und bereits für längere Zeit am Eisen trainiert.

Oft reicht es jedoch nicht aus, wenn man an den gesunden Menschenverstand appelliert. Zu groß ist die Verlockung seine Übungen mit brachialen Gewichten und minimalem Bewegungsradius durchzuexerzieren - aber vielleicht bringt dich dieser Beitrag zum Umdenken. Er soll dich dafür sensibilisieren, was du verpasst, wenn du mal wieder hauptsächlich für dein Ego trainierst, anstatt Fortschritte in Sachen Kraft- und Muskelaufbau zu priorisieren.


Dieser Artikel erschien in der 11/2019 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / Kzenon


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