Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 für Muskelaufbau: IGF-1 Spiegel ernährungsseitig optimieren

Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 für Muskelaufbau: IGF-1 Spiegel ernährungsseitig optimieren
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Hast du sie schon gefunden? Die Formel für effektiven Muskelaufbau? Vermutlich bist du bereits über die gestolpert, ohne es zu merken, denn was einfach aussieht, kann in den Augen der meisten Trainierenden nicht der Stein der Weisen sein, oder?

Die Muskelaufbau-Formel lässt sich aber sichtbar einfach definieren – es ist eine Funktion von schwerem Training, einer eiweißreichen und kalorien-adäquaten Ernährung sowie ausreichend Ruhe, um die Reparatur und Adaption der Muskulatur zu ermöglichen. Oder um es trivial darzustellen.

Muskelaufbau = schweres Training + zielgerechte Ernährung + Ruhe/Schlaf

Nun kannst du als entschlossener Kraft- und Muskeljunkie an mehreren Stellschrauben („Variablen“) drehen, um den Aufbauprozess zu begünstigen. Regeneration ist bis zu einem gewissen Grad antrainierbar, doch auch sie hat ihre natürlichen Grenzen. Wenn du schwer und zu hochfrequent trainierst oder dich unzureichend ernährst (Kalorienmangel, Eiweißmangel), dann wird die Regeneration drunter leiden. Eine zu vorschnelle Belastung kann den Fortschritt ausbremsen (die Grundprinzipien hast du hoffentlich hier verinnerlicht).

Im nachfolgenden Artikel möchten wir dir aufzeigen, welche Rolle der insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) beim Muskelaufbau spielt und wie du den IGF-1 Spiegel ernährungseitig optimieren kannst, um dein Muskelaufbaupotenzial besser zu realisieren. Okay – vieles davon wird dir sicherlich schon bekannt sein oder du wirst es an anderer Stelle gelesen haben, doch wieso ist das so?

Ganz einfach: Wie du der obigen Formel entnehmen kannst, ist Muskelaufbau eigentlich kinderleicht (jedenfalls auf dem Papier). Die Prinzipien ändern sich nicht und sie werden sich auch nicht ändern. Das Rad kann man nicht neu erfinden und es sind die Basics, die für 90 % des Erfolgs in diesem Sport verantwortlich sind.

…warum also nicht dort beginnen, wo es am ehesten Sinn macht?

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Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 für Muskelaufbau: IGF-1 Spiegel ernährungsseitig optimieren

IGF-1 - Der insulinähnliche Wachstumsfaktor und seine Rolle beim Aufbau von Muskelmasse

Bevor es an die Praxistipps geht, möchte ich dir vorher eine kleine Geschichte über ein noch kleineres Hormon – und seine Rolle beim Muskelaufbau – erzählen. Jeder Kraftsportler sollte zumindest rudimentäre Kenntnisse zu diesem insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1, abgekürzt IGF-1, besitzen (auch wenn es nicht obligatorisch ist, so hilft es doch beim Verständnis).

Bei IGF-1 handelt es sich um ein Peptidhormon, welches sich aus 70 Aminosäuren zusammensetzt und primär in der Leber synthetisiert wird. Insulinähnlich wird es deswegen genannt, weil es strukturell dem Speicherhormon Insulin gleicht und auch an die Insulin-Rezeptoren andockt (aber nicht nur dort).

Der Insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 besitzt anabole Wirkung und es ist unter anderem für das Wachstum des Körpers zuständig. Kinder, die nicht altersgerecht wachsen (weil sie zu wenige eigenes IGF-1 produzieren), erhalten z.B. ein synthetisches Analog, das Mecasermin (1)).

IGF-1 - Der insulinähnliche Wachstumsfaktor und seine Rolle beim Aufbau  

Die IGF-1 Hypothese: Durch schweres Training wird die Produktion von IGF-1 und MGF (einem IGF-1-Faktor) angeregt. MGF sorgt für die Aktivierung von Satellitenzellen, die sich wiederum in einkernige Myoblasten entwickel. (Quelle: (1))

IGF-1 ist ein Wachstumsfaktor

IGF-1 ermöglicht Zellwachstum und verhindert den Zelltod, ein Prozess, der in der Fachsprache als „Apoptose“ bekannt ist.

Die körpereigene IGF-1 Produktion wird durch eine erhöhte Konzentration an (...)


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Bildquelle Titelbild: Fotolia / Fxquadro


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