Krafttraining an der Multipresse I: Besser als sein Ruf?

Krafttraining an der Multipresse I: Besser als sein Ruf?

Von Markus Beuter | Benötigte Lesezeit: 9 Minuten |


Die Multipresse ist aus kommerziellen Fitnessstudios nicht (mehr) wegzudenken, auch wenn sie heutzutage - meiner Ansicht nach - ein Schattendasein fristen muss.

In Crossfit-Boxen und Kraftsporteinrichtungen, die etwas zu gewollt „cool“ und „angesagt“ sein möchten, findet man gar häufig überhaupt keine Multipressen mehr, doch woran mag es liegen, dass dieses Trainingsgerät sein vielen Jahren nur mehr belächelt wird, obwohl Generationen von Bodybuildern und Kraftsportenthusiasten damit sehr erfolgreich trainiert haben?

Der Ursprung der Multipresse

Die Multipresse, auch bekannt als „Smith Machine“, ist ein bemerkenswertes Trainingsgerät, dessen Ursprünge in die 1950er Jahre in den USA zu finden sind. Dem einen oder anderen wird die Kraftsportlegende Jack LaLanne in den Sinn kommen (und für den Fall, dass dies nicht der Fall sein sollte, solltest du unbedingt mal auf seiner Seite vorbeischauen (1) oder den Werdegang des guten Herren mal bei Wikipedia nachlesen (2).

 

Den Namen Jack LaLanne sollte man als kraftsportbegeisterter Mensch ruhig kennen. LaLanne (* 26. September 1914; † 23. Januar 2011) galt als Begründer der amerikanischen Fitness-Bewegung, Ernährungsexperte und Motivationsredner, der sein ganzes Leben damit zubrachte andere zu einem gesünderen Lebensstil zu animieren. Man nannte ihn daher auch häufig den "Godfather of Fitness".

Den Namen Jack LaLanne sollte man als kraftsportbegeisterter Mensch ruhig kennen. LaLanne (* 26. September 1914; † 23. Januar 2011) galt als Begründer der amerikanischen Fitness-Bewegung, Ernährungsexperte und Motivationsredner, der sein ganzes Leben damit zubrachte andere zu einem gesünderen Lebensstil zu animieren. Man nannte ihn daher auch häufig den "Godfather of Fitness" (Fitness-Pate).  (Bildquelle: JackLaLanne.com)

Jack LaLanne war selbst ein begnadeter Athlet und revolutionärer Erfinder vieler Gerätschaften, die wir auch heute noch für unser Training verwenden (und die es gefühlt schon immer gab). Neben der Multipresse, die er zusammen mit ihrem Namensgeber Rudi Smith entwickelte (3), war es auch LaLanne, der die erste Beinstrecker-Maschinen und die ersten Modelle der modernen Kabelzüge mit Steckgewichten erfunden hat. Er selbst avancierte in den USA zur Kultfigur, was ihm sogar einmal einen Cameo-Auftritt bei den Simpsons beschert hatte (4).

Die Multipresse ist so ziemlich das am meisten missverstandene Trainingsgerät aller Zeiten. Naturgemäß kann sie ein gefährliches und unnatürliches Kniebeugen und Drücken begünstigen, doch mit nur wenigen Handgriffen kann sie auch ein hervorragendes Tool für das Hypertrophie-Training sein, welches eine nette Abwechslung zur üblichen Routine bietet.

Woher kommt die Abneigung gegen die Multipresse?

Das Hauptargument gegen die Verwendung von Multipressen war (und ist bis heute), dass (...)


Dieser Artikel erschien in der 12/2019 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / ibrak


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