Natron (Backpulver) & Leistungsfähigkeit: Wirkung, Einnahme & Dosierung

Natron (Backpulver) & Leistungsfähigkeit: Wirkung, Einnahme & Dosierung
 

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In einem der letzten Artikel hast du etwas über Beta-Alanin und dessen Stoffwechselprodukt Carnosin, einen intrazellulären Säurepuffer, der in der Lage ist die Leistungsfähigkeit zu steigern, gelernt. Heute schauen wir uns einen Wirkstoff an, der in den Supplementplänen von Sportlern eine eher untegeordnete Rolle spielt, weil es nicht von jedem problemlos vertragen wird - aber ähnlich wirkt, wie Carnosin.

Konkret: Wir werden uns mit einem extrazellulären Säurepuffer beschäftigen, der u.a. dafür Sorge trägt, dass unser Blut nicht übersäuert: Natron - auch bekannt als Sodium Bicarbonat bzw. Natronhydrogencarbonat (NaHCO3) – oder wie es deine Mama nennen würden: Backpulver.

Natron (Backpulver) & Leistungsfähigkeit: Wirkung, Einnahme & Dosierung

Der günstige Säurepuffer aus deinem Supermarkt

Natron sorgt seit jeher dafür, dass unsere Backware schön hochgeht und fluffig wird, aber nur Wenige wissen, dass es noch einige weitere, sehr coole und faszinierende, Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat. Als Puffersubstanz stellt das „Backpulver“ einen wichtigen Bestandteil des Säure-Basen-Haushalts dar, der u.a. verhindert, dass unser Blut übersäuert.

Oder anders formuliert: Natron ist ein Säureneutralisator.

Natron (Backpulver) & Leistungsfähigkeit: Wirkung, Einnahme & Dosierung 

Sorgt dafür, dass das Backwerk gut hochgeht: Natron (NaHCO3) kennen die meisten von uns als "Backpulver" aus der Backabteilung. (Bildquelle: Fotolia / rdnzl)

Aus der Praxis: Wenn dein Magen zu viel Salzsäure produziert…

Vielleicht hast du schon einmal davon gehört (oder es selbst erlebt), das sich manche Menschen über den sogenannten „Reflux“ beschweren – dahinter verbirgt sich das Sodbrennen (Aufstoßen der Salzsäure, die sich im Magen befindet, die in der Folge die Speiseröhre verätzt). Weißt du auch, was man dagegen nimmt, um die Symptome zu lindern? Genau: Bullrich-Salz! Doch das ist im Grunde genommen nichts als Natron.

Natron wird normalerweise im Verdauungstrakt ausgeschüttet, wo es eine schützende Barriere zwischen Magen und Eingeweiden (Duodendum) bildet, so dass diese von der Magensäure nicht angegriffen werden. Produziert dein Körper zu viel Salzsäure, kann es allerdings zu Sodbrennen kommen. Schütte dir ein bisschen Natron in den Rachen et voilá - die überschüssige Salzsäure wird neutralisiert oder, wie es so schön im Fachjargon heißt, abgepuffert.

Über die Nierengesundheit

Der Körper filtert Stoffwechselprodukte, wie Wasserstoffionen (H+ Ionen), mit Hilfe von Natron über die Nieren aus (2)(3). Dort wird es quasi recycelt und erneut in den Blutkreislauf überführt, wo es wieder seine altbewährte Tätigkeit aufnehmen kann (nämlich H+ Ionen einfangen). Die abnehmende Produktion von Natriumhydrogencarbonat über die Nieren ist indes ein frühes Anzeichen für einer renale Erkrankung (oder zumindest abnehmenden und bedenkenswerten Filterfunktion der Nieren) (4)(5).

Die Übersäuerung des Organismus kann im Notfall auch durch das Knochenskelett (zumindest teilweise) abgepuffert werden (6)(7)(8). Da damit jedoch der Abbau von Knochensubstanz verbunden ist, stellt dies keine


Dieser Artikel erschien in der 02/2018 Ausgabe unseres MHRx Magazins

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Bildquelle Titelbild: Fotolia / l8m29


1 Kommentar

  1. Gehört für mich auch zu den Dingen, die ganz ganz oben auf der Helmchen Pyramide stehen

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