Ist Cannabis das bessere Schmerzmittel (im Sport)?

Ist Cannabis das bessere Schmerzmittel (im Sport)?
Von Thomas Koch | Benötigte Lesezeit: 7 Minuten |
Cannabis (und Cannabidiol) ist derzeit wieder in aller Munde. Häufig jedoch nicht in Form eines Joints, vielmehr nimmt neben den zunehmend lauter werdenden Rufen nach einer Legalisierung die Bedeutung von medizinischem Cannabis deutlich zu – vor allem auch im Sport. Denkt man an Dopingsperren, dann kommen einem vermutlich anabole Steroide, Wachstumshormone und andere Präparate der pharmazeutischen Industrie in den Sinn. Cannbis eher weniger. Und doch ist die Anzahl der Sportler, die aufgrund des Nachweises von Cannabis gesperrt wurden, lang. Seit 1999 steht der primäre Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) auf der Liste der verbotenen Dopingmittel, vorausgegangen war ein Verfahren vor dem Internationalen Sportsgerichtshof (CAS). Dort hatte der kanadische Snowboarder Ross Rabagliati, der bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano Gold holte und später wegen des Nachweises von THC vom Internationalen Olympischen Committee (IOC) gesperrt wurde, gegen diese Sperre und die damit verbundene Aberkennung seiner Goldmedaille geklagt und Recht bekommen. Das Gericht führte an, dass THC zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Liste der verbotenen Dopingmittel stand und eine Sperre daher nicht zu rechtfertigen sei. Ein Jahr später zog der IOC dann nach. Seitdem gilt für Sportler, die sich Dopingtests unterziehen müssen, dass Cannabis für sie tabu ist - was jedoch keineswegs dazu führte, dass der Konsum gänzlich eingestellt wurde. Viele namenhafte Sportler, darunter unter anderem der Rekord-Olympionike Michael Phelps, bekannten sich zum Konsum von Cannabis. Nicht selten geht es den Sportlern dabei gar nicht zentral um die berauschende Wirkung, vielmehr führen sie medizinische Nutzen an. Ist Cannabis etwa die besseren Schmerzmittel?

Dieser Artikel erschien in der 10/2018 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: Fotolia / Witthaya


 

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