Alkohol, Gesundheit & Sport: Eine Zusammenfassung der aktuellen Studienlage

Alkohol, Gesundheit & Sport: Eine Zusammenfassung der aktuellen Studienlage
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Sportler die täglich Alkohol trinken sind sicherlich die Ausnahme - auf dem Profi-Level zumindest. Auf der Amateurebene, kann das allerdings ganz anders aussehen. So trinkt der Durchschnittsdeutsche ca. 11 Liter reinen Alkohol pro Jahr - fast so viel wie die Belgier und Franzosen, die sich laut einer IPSOS Statistik von 2017 (45) noch einen knappen Liter mehr hinter die Binde kippen, als wir.

Wo der Alkohol herkommt - also ob aus Bier, Wein, Wodka oder Sekt - hat die IPSOS Studie im Übrigen nicht untersucht. Andere Studien belegen aber, dass sich die Deutschen und die Franzosen nicht nur hinsichtlich der Menge an Alkohol, die sie konsumieren unterscheiden. Sie repräsentieren auch zwei Extreme was die Wahl der alkoholischen Getränke betrifft.

Während der Deutsche mehrheitlich, ganz dem Klischee entsprechend, zum Bier greift (vgl. WamS, 2012), lässt der Franzose das deutschen Nationalgetränk links liegen und greift – wie auch der Italiener – lieber zum Wein.

Du fragst dich jetzt sicherlich: "Warum ist das für die Diskussion der vermeintlichen und nachgewiesenen Gesundheits- und Leistungseffekte von Alkohol relevant?" Und nein, es ist nicht deshalb relevant, weil Frankreich die WM gewonnen und wir in der Vorrunde rausgeflogen sind.

Alkohol, Gesundheit und Sport: Eine Zusammenfassung der aktuellen Stuidenlage

Chronischer Alkoholkonsum, das 'Französische Paradox' und der gute Ruf von Alkohol

Der Grund dafür, dass es hier um unterschiedlichen Trinkgewohnheiten von Franzosen und Deutschen geht, hat einen ganz anderen Grund, der den meisten von Euch unter dem Stichwort das "Französische Paradox" (engl. "French paradox") bekannt sein dürfte.

Alkohol, Gesundheit und Sport: Eine Zusammenfassung der aktuellen Stuidenlage

Vorsicht, viele Menschen überschätzen was ein "moderater" Alkoholkonsum ist und sind sich nicht im Klaren darüber, dass auch für gesunde Frauen und Männer bereits ein täglicher Alkoholkonsum von nur 2 bzw. 3 Gläsern Wein und Bier .als "bedenklich" gilt.

Seit den frühen 1990ern geistert dieses Paradoxon, das die "Beobachtung, dass Franzosen trotz Alkohol- und Fettkonsums länger leben als z. B. Deutsche oder Amerikaner" (Wikipedia) beschreibt, durch die Köpfe des leider immer noch recht kleinen gesundheitsbewussten Teils der Bevölkerung.

Und worin unterscheiden sich Franzosen und Deutsche? Richtig, die einen trinken Wein, die anderen Bier. Zumindest dann, wenn man dem (populär-)wissenschaftlichen Diskurs Glauben schenkt, ist das auch die Erklärung dafür, dass der Durchschnittsfranzose gegenüber unserem Max Mustermann nicht nur eine höhere Lebenserwartung hat, sondern – und das ist m.E. noch weit entscheidender – wesentlich gesünder altert, und das obwohl er doch (Achtung weiteres Vorurteil) tonnenweise Weißbrot und Unmengen fettigen Essens (meist Käse) in sich hineinstopft.

Unabhängig davon, ob diese kausale Attribution nun stimmt oder nicht, lässt sich, insbesondere bei französischen Studien, tatsächlich die Existenz eines statistisch relevanten, allerdings deswegen längst nicht als kausal anzusehenden Links zwischen einem moderaten Weinkonsum (1 Glas pro Tag | siehe Tabelle oben) und der "paradox" niedrigen Mortalitätsratenachweisen. Ist es also tatsächlich der gute (französische) Wein, der den Unterschied macht?

Was sagt die neueste und bisher umfangreichste Metanalyse zum Thema Alkohol und Mortalität?

Im April dieses Jahres (Anm. das ist 2018) hat eine Studie in dem medizinischen Fachmagazin The Lancet für Aufregung gesorgt. Diese (...)


Dieser Artikel erschien in der 07/2018 Ausgabe unseres MHRx Magazins

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Bildquelle Titelbild: Fotolia / LIGHTFIELD STUDIOS


 

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