Leistungssteigernde Supplemente – Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) | Wirkung & Studienlage

Leistungssteigernde Supplemente – Burzeldorn (Tribulus terrestris) | Wirkung & Studienlage
 

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Bei Tribulus terrestris, welches in deutschen Landen auch als „Erd-Burzeldorn“ bekannt ist, handelt es sich um eine Pflanze, die vor allem in wohl temperierten Regionen der Erde wächst. So wird Tribulus terrestris beispielsweise seit vielen Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und indischen Medizin (Ayurveda) genutzt. Der Burzeldorn erfreut sich aber nicht nur in Fernost, sondern – seit den 80ern - auch nur in Ost (ohne das "Fern") großer Beliebtheit – also in Osteuropa, Bulgarien, wo die Pflanze überall als medizinisches Produkt eingeführt wurde.

Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) wird hauptsächlich als natürliches Aphrodisiakum zur Behandlung erektiler Dysfunktion und als Vitalitäts- und Energietonikum für ältere Herren angewendet. Seit einigen Jahrzehnten wird Tribulus terrestris in Extraktform auch innerhalb Bodybuilderkreisen mit der Behauptung an den Mann gebracht, dass es den Testosteronspiegel erhöhen und somit einen anabolen Effekt (Kraft- & Muskelaufbau) entfalten würde.

Nimmt man die Herausforderung an und watet ein wenig durch die Studienlandschaft (vornehmlich Tierexperimente), so findet man auch rasch eine Bestätigung für den aphrodisierenden Effekt der Pflanze (1)(2), allerdings ist immer noch nicht ganz klar, woher dieser Effekt herrührt. Es gibt auch tierexperimentelle Versuche, welche an einigen Spezies durchgeführt wurden (siehe untere Sektion zur Studienlage), die in der Tat eine Erhöhung des Serum-Androgenspiegels (sprich: Testosteron, DHT, DHEA) nachweisen (3).

Das Problem? Identische Ergebnisse lassen sich bei Humanstudien vermissen. Man mag sich also fragen, wieso derartige Effekte im Tier nachzuweisen sind, aber im Menschen ausbleiben. Liegt es an der Art der Gabe? An der Individualität der Spezies? Vielleicht gibt es hier ja auch gar nichts (Praktikables) nachzuweisen.

Der testosteronsteigernde Effekt von Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) im Menschen ist derzeit genauso fragwürdig, wie seine Position als Ergogenika. Aus diesem Grund werden wir uns in diesem tiefergehenden Guide näher mit der versprochenen und nachgewiesenen Wirkung der Tribulus Supplementierung beschäftigen.


Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend ergänzt & aktualisiert


Leistungssteigernde Supplemente - Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) | Wirkung & Studienlage

Welchen Einfluss hat Erd-Burzeldorn auf die (körperliche & mentale) Leistung?

Die aktive Substanz in Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) sind steroidale Saponine – allen voran Protodioscin. Daneben fanden Forscher bei der Untersuchung der Pflanze auch weitere verwandte Wirkstoffe, wie z.B. Dioscin, Tribestin, Pseudoprotodioscin, Tribulosin und Prototribestin (4).

Als interessierter Leser fragst du dich nun sicher, was diese Saponine eigentlich sind, oder?

Exkurs: Was sind Saponine?

Wie die meisten Steroide, verfügen Saponine über ein Ringskelett mit 4 Kohlenstoffatomen – aber das bedeutet nicht automatisch, dass sie genauso wirken, wie die bekannten Hormone, die wir im Menschen finden. Und da es recht viele von diesen Saponinen gibt, ist unklar, welche Wirkung jedes einzelne von ihnen tatsächlich ausübt.

Die meisten Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) Extrakte sind entweder auf das erstgenannte Saponin (Protodioscin) standardisiert oder weisen einen bestimmten Gesamt-Saponingehalt auf.

Leistungssteigernde Supplemente – Burzeldorn (Tribulus terrestris) | Wirkung & Studienlage

Chemische Strukturen von Saponinen, die man im Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) in verschiedener Konzentration vorfindet. (Bildquelle: Dinchev et al, 2008)

Erd-Burzeldorn: Mit welcher Wirkung wird es beworben?

Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) soll:

  • Den Testosteronspiegel erhöhen
  • Masse- und Muskelaufbau unterstützen
  • Dabei helfen stärker zu werden
  • Aphrodisierend wirken

Erd-Burzeldorn: Die aktuelle Studienlage

Mit den Studien ist das immer so eine Sache. Bei Tribulus terrestris (...)


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Bildquelle Titelbild: Fotolia / Drazen


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