Heimtraining: Vorteile, Tipps & Ausstattung eines idealen Homegyms

Heimtraining: Vorteile, Tipps & Ausstattung eines idealen Homegyms
 Von Markus Beuter | Benötigte Lesezeit: 16 Minuten |

Trends kommen. Trends gehen. Darauf kann man sich verlassen. Das haben wir bereits alles selbst erlebt oder stecken sogar mittendrin. Oftmals werden neue Methoden auch als Trends abgestempelt - egal ob sie aus der evidenzbasierten oder erfahrungsbedingten Ecke kommen.

Der Unterschied zwischen neuen Methoden und Trends richtet sich wohl am Grad der Kommerzialisierung aus. Faszientraining war eine bis dato interessante und neue Methode, bis zu dem Zeitpunkt, an dem zehn Hersteller gefühlt fünfzehn verschiedene Faszientools auf den Markt brachten. Es begann harmlos mit einem Foamroller für 30 Euro und endete mit einer TheraGun für über 600 Euro. Etliche Gurus richteten ihre Trainingsmethoden am Faszientraining aus und praktizierten voodoohaften Faszienzauber, der die Mobilität angeblich nachhaltig verbessert haben soll.

Was bleibt, ist die Erkenntnis…

  • dass es Faszien gibt
  • dass sie eine bestimmte Aufgabe haben (1)
  • und dass es Methoden gibt, um sie zu manipulieren (1).

Faszien sind uns ins Bewusstsein gerückt und nachdem sich der Hype etwas gelegt hat, kann man sich vielleicht doch vernünftig und konstruktiv über die Sinnhaftigkeit von Faszientraining unterhalten. Ob es nun Sinn ergibt, dass Tante Hildegard täglich für zehn Minuten die Oberschenkelrückseite und den unteren Rücken über den Foamroller schiebt, darüber kann man nur spektulieren. Aber vermutlich ist dies allemal zielführender, als nur auf dem Sofa zu sitzen, sich überhaupt nicht zu betätigen und täglich Diclofenac Schmerzsalbe auf besagten Rücken zu applizieren.

Wenn es um Trends in der Sport- und Fitnessindustrie geht, dann habe ich mittlerweile damit begonnen, aufkommende Trends nicht zu verurteilen. Für diese Gelassenheit, die vielleicht das Alter mit sich bringt, spreche ich mir selbst gerne mal ein Lob aus. Schließlich haben Trends, auch wenn einige in ihrem Kern nicht besonders effektiv und nachhaltig sind, den Effekt, die Menschen zu einem sportlichen Lifestyle zu animieren. Zweifelsohne eine gute Sache. Betrachtet man den Erfolg von Buchveröffentlichungen im Stil von Fit ohne Geräte von Mark Lauren (2), so würde ich hier ebenfalls von einem Trend sprechen, der die Menschen dazu animiert, zu Hause zu trainieren.

Ob deine momentane (kraft-)sportliche Aktivität eher klassisch oder von neuen Methoden inspiriert ist, spielt für mich keine Rolle. Am Ende geht es mit nur darum, dass du bei der Sache bleibst (auch wenn sich deine Ziele, Hintergründe, Umstände und Beweggründe von Zeit zu Zeit ändern werden). Es ist wie mit einer guten Ernährung oder Diät: Die beste Diät ist diejenige, die du auch tatsächlich durchziehen kannst!

So ist es mit dem Krafttraining ebenfalls: Das beste Gym nützt dir gar nichts, wenn du dort nicht regelmäßig zum Training auftauchst. Ein absolut effektives Trainingsprogramm ist also nur so gewinnbringend, wie dein Glaube und dein Engagement, es zu absolvieren.

Ein Homegym kann dir in diesem Fall wertvolle Dienste erweisen und sich auf lange Sicht mehr als rentieren. Und eventuell hast du dich auch schon gefragt, ob du in den heimischen vier Wänden eine exklusive oder gar ergänzende Trainingsmöglichkeit schaffen solltest.

Nun, das trifft sich sehr gut, denn in diesem Beitrag werden wir uns mit den Vorteilen und der Ausstattung eines Krafttraums beschäftigen. Neben wertvollen Tipps darüber, was es beim Equipmentkauf zu berücksichtigen gibt, nutze ich gleichzeitig die Gelegenheit um dir mein persönliches Homegym, das White Hand Powerlifting, vorzustellen, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie so etwas (trotz wenig Raum) aussehen könnte.


Dieser Artikel erschien in der 04/2019 Ausgabe unseres MHRx Magazins

Werde MHRx Mitglied, um den vollständigen Artikel im Magazin oder online zu lesen!

Du bist bereits Mitglied und verfügst über einen Account? Dann logge dich ein.


Bildquelle Titelbild: Fotolia / Andy


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Kontaktdaten durch diese Website gem. DSGVO einverstanden.