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Proteinsynthese im Kaloriendefizit: Welchen Einfluss hat die Lebensmittelauswahl während einer Diät?

Proteinsynthese im Kaloriendefizit: Welchen Einfluss hat die Lebensmittelauswahl während einer Diät?

Die Muskelproteinsynthese (MPS) wird seit jeher von Wissenschaftlern genutzt, um den Einfluss von Training und Ernährung auf die Adaption der Skelettmuskulatur abzubilden (1). Eine maximale Stimulation der Proteinsynthese wird bei einer ansonsten ausgeglichenen Energiebilanz - d.h. einer Kalorienzufuhr, bei der wir weder zu- noch abnehmen – mit einer akuten Zufuhr von 20-40g Protein pro Mahlzeit erreichen (3).

Mittlere (± SEM) myofibrilläre Muskelproteinsynthese-Raten als Reaktion auf die Einnahme unterschiedlicher Mengen an Whey Protein unter Ruhe (Rested) oder nach dem Training (Exercised). (Bildquelle: Witard et al., 2013)

Mittlere (± SEM) myofibrilläre Muskelproteinsynthese-Raten als Reaktion auf die Einnahme unterschiedlicher Mengen an Whey Protein unter Ruhe (Rested) oder nach dem Training (Exercised). (Bildquelle: Witard et al., 2013)

Neuere Arbeiten deuten darauf hin, dass es hierbei vor allem auf die Konzentration der essenziellen Aminosäuren, die sogenannten „EAAs“ ankommt, wobei ab einer Aufnahme von ~10g EAAs ein Plateau bei der Stimulation der Proteinsynthese beobachtet werden konnte (4). Zudem komm der verzweigtkettigen Aminosäure Leucin eine besondere (Schlüssel-)Rolle bei der Maximierung der Proteinsynthese zu Gute (18), was sich insbesondere dann zeigt, wenn der EAA-Bedarf nicht adäquat gedeckt ist (5).

Vereinfachtes Diagramm, das die Rolle der Aminosäureverfügbarkeit bei der Regulierung der Muskelproteinsynthese mit Aminosäure-/Proteinzufuhr und Training darstellt.  Während Widerstandstraining bevorzugt die Synthese kontraktiler myofibrillärer Proteine (z. B. Aktin, Myosin, Troponin) stimuliert, stimuliert es auch die Synthese nicht-kontraktiler Proteine (z.B. mitochondrialer und sarkoplasmatischer Natur) im Skelettmuskel. (Bildquelle: Witard et al., 2016)

Vereinfachtes Diagramm, das die Rolle der Aminosäureverfügbarkeit bei der Regulierung der Muskelproteinsynthese mit Aminosäure-/Proteinzufuhr und Training darstellt. Während Widerstandstraining bevorzugt die Synthese kontraktiler myofibrillärer Proteine (z. B. Aktin, Myosin, Troponin) stimuliert, stimuliert es auch die Synthese nicht-kontraktiler Proteine (z.B. mitochondrialer und sarkoplasmatischer Natur) im Skelettmuskel. (Bildquelle: Witard et al., 2016)

Diese Einnahmeempfehlungen scheinen jedoch beim Vorliegen eines Kaloriendefizits (hypokalorische Ernährung während einer Diätphase) nicht ausreichend zu sein, was u.a. an einer erschwerten Stimulation der Proteinsynthese bei Energiemangel* zu liegen scheint.

*Die Höhe des Kaloriendefizits und der Trainingsstand des Individuums mag hierbei natürlich auch eine wichtige Rolle spielen (7)(8)(19).

Als Trainierende mit einem hohen Interesse an Muskelerhalt während einer kräftezehrenden Diät fragen wir uns naturgemäß, welche Rolle die Lebensmittelauswahl spielt und welche Kombination die Resultate, die wir durch unsere Bemühungen erzielen, verbessert: Solltest du beispielswiese deinen routinierten Whey Proteinshake mit zusätzlichem EAA anreichern, ihn einfach nur beibehalten oder nicht doch lieber durch eine vollwertige (aber proteinreiche) Mahlzeit austauschen?

Mit dieser Frage stehst du gewiss nicht alleine dar und es gibt eine brandaktuelle Studie, die genau das näher untersucht hat und uns hoffentlich ein paar wertvolle Antworten darauf liefert. (...)


Dieser Artikel erschien in der 06/2021 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / AY_PHOTO


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