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Wenn du Fette durch Kohlenhydrate ersetzt: So beeinflusst eine fettarme Ernährung den Testosteronspiegel bei Männern

Erniedrigte Testosteronwerte sind vermutlich der fleischgewordene Alptraum eines jeden gestandenen Mannes, spielen sie doch eine überaus profunde Rolle in der männlichen Physiologie (z.B. Muskelaufbau), sowie der Fertilität/Libido bzw. Reproduktion (d.h. wie gut oder schlecht wir uns fortpflanzen können).

Testosteronausschüttung und Wirkung beim Mann. Grüne Pfeile stehen für stimulierende und rote Pfeile für hemmende Pfade. (Bildquelle: Buvat et al., 2013)

Testosteronausschüttung und Wirkung beim Mann. Grüne Pfeile stehen für stimulierende und rote Pfeile für hemmende Pfade. (Bildquelle: Buvat et al., 2013)

Niedrige Testosteronspiegel werden zudem mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen, darunter Diabetes (Typ 2), Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in Verbindung gebracht (5)(6)(19) - was unter dem Strich auch zu einer gesteigerten Sterblichkeitsrate beitragen könnte (7).

Zahlreiche Untersuchungen haben in der Vergangenheit nachgewiesen, dass es – etwa seit den 70er Jahren - zu einer altersunabhängigen Reduktion der Serum-Testosteronkonzentration bei Männern der westlichen Zivilisation kommt, die schätzungsweise bei 1%/Jahr liegt (9)(10)(11)(20)(21)(22)(23)(24).

[IMAGE 1] Durchschnittliche Testosteronkonzentration bei Männern nach Zyklus und Geburtskohorte in industriellen Gesellschaften. (Bildquelle: Mazur et al., 2013)

Durchschnittliche Testosteronkonzentration bei Männern nach Zyklus und Geburtskohorte in industriellen Gesellschaften. (Bildquelle: Mazur et al., 2013)

Und diese stetig sinkende Rate lässt sich durch gängige Variablen, wie z.B. weiter verbreitetes Übergewicht, nicht vollständig erklären (20).

Durchschnittliche Testosteronkonzentration bei Männern nach Zyklus und prozentualer Gewichtszunahme/-abnahme in 20 Jahren in industriellen Gesellschaften. (Bildquelle: Mazur et al., 2013)

Durchschnittliche Testosteronkonzentration bei Männern nach Zyklus und prozentualer Gewichtszunahme/-abnahme in 20 Jahren in industriellen Gesellschaften. (Bildquelle: Mazur et al., 2013)

Eine der Hypothesen zur Erklärung des kontinuierlich fallenden Testosteronwerte innerhalb der männlichen Bevölkerung besagt, dass veränderte Ernährungsgewohnheiten als Ursache in Frage kommen (12), z.B. durch den gesteigerten Verzehr stark verarbeiteter und kohlenhydratreicher Lebensmittel bei gleichzeitiger Reduktion bei der Aufnahme von Fettkalorien.

Nun, der Bezug zwischen Fettaufnahme und Testosteronproduktion ist bei weitem kein Neuer (3)(4)(13) (siehe hierzu auch meinen anderen Beitrag „Ist Fett ein natürlicher Testosteronbooster“), allerdings bestehen diesbezüglich noch immer zahlreiche Fragen, was den kausalen Zusammenhang betrifft.

Eine kürzlich erschienene Meta-Analyse liefert uns nun womöglich ein weiteres Stück vom Puzzle – und natürlich werden wir uns in den nachfolgenden Zeilen ein wenig intensiver mit dieser Arbeit auseinandersetzen, um herauszufinden, welche Auswirkungen ein Austausch von Nahrungsfett gegen Kohlenhydrate in der Praxis auf die männliche Hormongesundheit hat. (...)


Dieser Artikel erschien in der 10/2021 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / happy_lark


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