Ad libitum Ernährung II: Das Paradox des kurz- und langfristigen Feedbacks

Ad Libitum Ernährung II: Das Paradox des kurz- und langfristigen Feedbacks
Von Sten van Aken | Benötigte Lesezeit: 8 Minuten |

Im ersten Teil dieser Reihe zur Ad Libitum Ernährung hast du erfahren, dass es sich hierbei um die natürliche Art und Weise handelt, wie wir uns ernähren. Es ist eine Ernährungsform, die ohne ein spezifisches Set an Regeln auskommt. Du hast zudem gelernt, dass wir uns – als Menschen – für viele Jahrtausende auf diese Einstellung verlassen haben und diese Gewohntheit mit anderen biologischen Spezies auf diesem Planeten teilen.

Im weiteren Verlauf haben wir ergründet, wieso eine derartige Haltung zur Ernährung für uns, als menschliche Spezies, trotz der vielen Gemeinsamkeiten mit anderen Tieren, durch zahlreiche Faktoren unserer modernen Umwelt – auf Basis unserer Emotionen und unseres Verhaltens -  kompliziert und negativ beeinträchtigt wird.

Du hast schließlich gelernt, dass die langfristige Adärenz an die Ernährung bzw. Diät viel weniger mit Kalorien zu tun hat, als vielmehr mit unserer Fähigkeit, sich auf unsere Emotionen und Gefühle zu verlassen.

Der Beitrag wurde schließlich mit der Anmerkung beendet, dass uns dieser Sachverhalt zu einer Reihe von unbeantworteten Fragen führt.

Doch wie sieht die exakte Basis einer Ad libitum-orientierten Ernährungsweise aus und wie entscheidest du, ob deine Klienten (oder du) ausreichend mit den Strategien ausgestattet sind, um sich von den Zahlen zu lösen und stattdessen mehr auf die Fähigkeiten unseres System zu verlassen, welches uns ein sensorisches Feedback (und die Fähigkeit der Selbstregulation) liefert?

Wie sehen diese wissenschaftlich fundierten Strategien überhaupt aus und welche Wege und Möglichkeiten gibt es, um diese in Einklang mit dem sensorischen Feedback zu bringen, so dass wir die Ad libitum Methodik nutzen können, um auf den Prinzipien der effektiven Sättigungsmaximierung aufzubauen und gleichzeitig die Adährenz an die Ernährung bzw. Diät steigern?

Bevor wir all diese Fragen adäquate beantworten können, müssen wir zunächst eine gängigen Annahme widerlegen – nämlich jene, dass unser Appetit allein durch die Energiezufuhr gesteuert wird.


Dieser Artikel erschien in der 10/2019 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / AndrewLozovyi


 

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