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Ausleitung („Entgiftung“) von Schwermetallen: Wie effektiv (& sicher) sind Chelat-Therapie, Chlorella, Zeolithe & Co.?

Ausleitung („Entgiftung“) von Schwermetallen: Wie effektiv & sicher sind Chelat-Therapie, Chlorella, Zeolithe & Co.?

Über Nahrung, Trinkwasser, verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel sowie Kosmetika und verschmutzte Luft können Schwermetalle vermehrt Schwermetalle in unseren Körper gelangen.

Diese Schwermetalle (wie z.B. Cadmium, Arsen, Blei und Quecksilber) sind unserer Gesundheit nicht sonderlich zuträglich (27). Und haben sie sich erst einmal in unserem Körper angereichert, so wird man sie auch nur schwer wieder los, da sie – wenn überhaupt – nur sehr langsam abgebaut werden. Aus diesem Grund sind die Themen Schwermetallbelastung und durchaus ernst zu nehmen (27).

Stattdessen liest und hört man immer wieder von vermeintlichen Wundermittelchen, die uns dabei helfen sollen, unseren Körper zu entgiften. Der Begriff „Detox“ ist dabei längst zu einem Marketing-Buzzword geworden, welches man häufig mit windigen Verkäufern in Verbindung bringt, die einem mit vollmundigen Versprechen ominöse Tees, Pillen und Pulver andrehen wollen  (28). Wer jedoch tatsächlich glaubt, dass er im Falle einer echten Schwermetallvergiftung sein Problem mit einem genüsslichen Detox-Tee lösen kann, der wäre nicht nur überaus naiv, sondern dürfte sich hierbei auch gewaltig irren und seiner Gesundheit schaden (anstatt sie zu bewahren).

Im Rahmen dieses Beitrags werden wir erörtern, welche Methoden und Mittel im Zuge einer Ausleitung („Entgiftung“) von Schwermetallen wissenschaftlich erforscht und studiert wurden. Im Zuge dessen klären wir natürlich auch, wie effektiv und sicher diese Maßnahmen und Stoffe sind (und was du von ihnen erwarten kannst).

Ausleitung („Entgiftung“) von Schwermetallen: Wie effektiv (& sicher) sind Chelat-Therapie, Chlorella, Zeolithe & Co.?

Chelat-Therapie – Die chemische Reinigung

Bei dieser Art der Therapie kommen sogenannte „Chelatbildner“ zum Einsatz, die normalerweise bei akuten Vergiftungen mit Schwermetallen verwendet werden. Oftmals handelt es sich um Situationen, bei denen es darum geht, gesundheitliche Langzeitschäden bzw. den Tod, infolge einer zu hohen Schwermetall-Konzentration im Körper des Betroffenen, zu verhindern. So wurde beispielsweise im ersten Weltkrieg der Chelatbildner 2,3-dimercaptopropanol (kurz „BAL“) als Gegenmittel beim Kontakt mit arsenhaltigen Gasen genutzt (1).

Chelatbildner: Was ist das eigentlich?

Es handelt sich um Stoffe, die eine Bindung mit dem entsprechenden Schwermetall eingehen, welches aus dem Körper geleitet werden soll. Auf die Art und Weise schirmen sie das reaktive Ion des Metalls ab und verhindern eine Reaktion mit körpereigenen Zellen. Dieser Vorgang ist dazu in der Lage die Toxizität der Schwermetalle im Körper zu verringern und ihre Ausscheidung zu verbessern.

Doch was sich in der Theorie noch gut anhört, birgt in der Praxis eine Reihe von Gefahren in Form von (...)


Dieser Artikel erschien in der 11/2020 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / gstockstudio


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