Einfluss des Alters auf die Regulation von Hunger & Appetit | Studien Review

Einfluss des Alters auf die Regulation von Hunger & Appetit
 Von Damian Minichowski | Benötigte Lesezeit: 6 Minuten |

Wenn wir uns über Dinge wie Appetit, Hunger und Sättigung unterhalten, dann reden wir sehr häufig über die Zusammensetzung unserer Ernährung und den Einfluss der Makronährstoffe (z.B. Fette, Kohlenhydrate und Proteine) auf die Regulation der Energieaufnahme. Weitaus seltener wird jedoch thematisiert, welchen Faktor z.B. das Geschlecht oder das Alter bei der Modulation übernehmen – dabei ist dieser Aspekt nicht minder interessant.

Jeder von uns kennt den archetypischen Verlauf der Körperkomposition mit zunehmendem Alter: Muskelmasse wird zwar abgebaut („Sarkopenie“), aber das Gewicht ändert sich nicht oder steigt sogar weiter an. Wir werden dicker und als Ursache wird häufig ein verlangsamter Stoffwechsel oder ein verringerter Energieverbrauch genannt.

Und tatsächlich bestätigten Studien, dass wir mit zunehmendem Alter weniger Energie (in Form von Kilokalorien) verbrauchen (2):

Einfluss des Alters auf die Regulation von Hunger & Appetit 

Gesamtenergieverbrauch (TDEE/Tag) in Abhängigkeit des Alters in Personen zwischen 2 und 95 Jahren. (Bildquelle: Black et al., 1996).

Nun könnte man sich in seiner vorgefassten Meinung tatsächlich bestätigt fühlen und den verringerten Energieverbrauch mit einer Verlangsamung des Stoffwechsels erklären – aber das wäre am Ende des Tages eine falsche Schlussfolgerung, denn es scheint viel mehr so, als wäre der Minderenergieverbrauch eher eine Folge der Veränderung der Alltagsaktivität: Ältere Menschen verbringen mehr Zeit im Sitzen und weniger Zeit im Stehen und Gehen (3):

Einfluss des Alters auf die Regulation von Hunger & Appetit 

Zeit (Minuten/Tag) von jungen und alten Menschen, die mit Stehen (Stand), Sitzen (Sit) und Liegen (Lie) verbracht werden. (Bildquelle: Harris et al, 2007)

Einfluss des Alters auf die Regulation von Hunger & Appetit 

Ältere Menschen ("Elderly") verbringen weniger Zeit mit Gehen (Walk Time in Minuten/Tag) und legen geringere Entfernungen zurück (Distance Walkes (in Meilen/Tag). (Bildquelle: Harris et al, 2007)

Eine verringerte Alltagsaktivität führt zu einem geringeren Energieverbrauch, was bereits ausreichen würde, um zu erklären, wieso Menschen mit fortschreitendem Alter an Gewicht zulegen.Aber was ist mit den Ernährungsgewohnheiten? Die Menge der zugeführten Kalorien spielt eine ebenso große Rolle bei der Steuerung von Körperkomposition und Körpergewicht – ein chronischer Kalorienüberschuss macht zweifelsohne dick und daher stellt sich die Frage, inwiefern sich die Regulation von Appetit und Hunger (und damit auch die Energieaufnahme auf der „Einnahmenseite“) verändert.Zum Glück gibt es auch hierzu entsprechende Forschung, die wir uns im Zuge dieses Beitrags näher ansehen werden, um zu eruieren, welchen Einfluss das Altern auf Hunger und Appetit tatsächlich hat.

Dieser Artikel erschien in der 02/2019 Ausgabe unseres MHRx Magazins

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Bildquelle Titelbild: Fotolia / Halfpoint


 

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