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Die Folgen der Schichtarbeit IV: Maßnahmen & Interventionen

Die Folgen der Schichtarbeit IV: Organisatorische Maßnahmen & Interventionen zur Schadensbegrenzung

Das letzte Mal haben wir uns mit den schädlichen Auswirkungen der Schichtarbeit auf die Knochengesundheit, das Immunsystem, das Fortpflanzungssystem, die Genexpression und DNA-Schäden, Schlafstörungen und Krebs befasst.

In diesem vierten Part unserer großen Reihe zu den Folgen der Schichtarbeit  (Part I, Part II & Part III) werden wir uns näher mit den organisatorischen Maßnahmen und Interventionen befassen, um zu erörtern, welche Strategien angewendet werden können, um die negativen Folgen der Schichtarbeit auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu minimieren.

Konkret formuliert, geht es um die optimale Länge und Rotation von Arbeitsschichten, Schlaf-Interventionen (z.B. Timing von Nickerchen und Kernschlaf), die individuelle Toleranz zur Schichtarbeit (unter Berücksichtigung des jeweiligen Chronotyps) und die Behandlung von Jet-Lag und Schichtarbeiter-Syndrom.

Wenn du also selbst im Schichtsystem tätig bist, dann wirst du diesen Teil der Reihe vermutlich am Interessantesten erachten, da er dir (hoffentlich) ein paar sinnvolle Ideen und praktische Strategien an die Hand gibt, um das Beste aus deiner gegenwärtigen Arbeitssituation zu machen.

Die Auswirkungen ausgedehnter Arbeits-Schichten

Medizinische Assistenzärzte in Krankenhäusern müssen oft lange Arbeitszeiten einhalten, was ein erhöhtes Risiko nachteiliger Auswirkungen mit sich bringt.

Im Jahr 2003 wurde ein Grenzwert von durchschnittlich 80 Stunden über einen Zeitraum von 4 Wochen (und der längste zusammenhängende Arbeitszeitraum auf 30 Stunden) festgelegt, um Patienten und Assistenzärzte vor unsicheren Bedingungen infolge übermäßiger Müdigkeit zu schützen (1).

So führte man beispielsweise mehr Schlafmöglichkeiten während der Facharztausbildung und angemessen lange Schlafpausen zwischen den Arbeitsperioden ein, um akuten und chronischen Schlafentzug zu verhindern und das Risiko ermüdungsbedingter Fehler zu minimieren. Zudem bemühte man sich über eine Verbesserung der Supervision, einer angemessenen Arbeitsbelastung und Veränderungen in der Arbeitsumgebung, um die Bedingungen für Sicherheit und Lernen zu verbessern (1).

Mehrere Untersuchungen zeigen, dass ausgedehnte Schichten zu signifikanten Gefahren für Patienten und Assistenzärzte führen, (...)


Dieser Artikel erschien in der 10/2020 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / Elnur_


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