Schwarz-Weiß-Denken in der Ernährung: Essverhalten & Gewichtszunahme nach einer Diät

Von Daman Minichowski | Benötigte Lesezeit: 7 Minuten |


Hast du schon mal deine Denkweise hinterfragt? Sehr viele Menschen neigen dazu sich die Welt viel zu einfach vorzustellen, als sie tatsächlich ist. Die Dinge sind für sie entweder Weiß (gut) oder Schwarz (schlecht).

In der (Verhaltens-)Psychologie bezeichnet man eine solche Denkweise auch als „Splitting“ (Spaltung), einen psychischen Abwehrmechanismus, bei dem das Individuum es nicht schafft die Dichotomie (die positiven und negativen Qualitäten) des Selbst, einer Situation oder Sache in einen Kontext des „großen Ganzen“ zu bringen.

Tatsächlich besteht die Welt nämlich nicht aus eindeutigen, klaren Farben wie Weiß (gut) und Schwarz (schlecht), sondern eher aus Grautönen mit einer feinen Nuancierung (hängt davon ab…), die wiederum dynamisch sind (d.h. was heute nicht so gut ist, kann morgen evtl. förderlich oder super sein).

Schwarz-Weiß-Denken ist insbesondere in der Welt der Ernährung ein großes Thema (und dort speziell im Bereich der Essstörungen): Menschen essen bestimmte Lebensmittelgruppen und verzichten auf andere, weil sie glauben, dass sie dadurch fitter und gesünder werden. Sie denken, sie könnten besser abnehmen, wenn sie auf Lebensmittel X verzichten und stattdessen mehr von Lebensmittel Y und Z essen. Sie verbieten sich spezifische Produkte, die sie eigentlich gerne essen, weil ihnen (vermeintlich) negative Aspekte anhaften („das ist zu zuckerhaltig“, „es enthält zu viel Fett“, „es besteht aus einfachen Kohlenhydraten und ist ballaststoffarm“, „zu wenig Protein“). (...)


Dieser Artikel erscheint in Kürze in der 05/2020 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / VikaKhalabuzar


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