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Wenn es schnell gehen muss: Beschleunigte Gewichtsabnahme durch eine ballaststoffarme Ernährung

Wenn es schnell gehen muss: Lässt sich das Körpergewicht durch eine ballaststoffarme Ernährung senken?

Eine schnelle Gewichtsabnahme ist in den meisten Fällen weder gesund, noch nachhaltig. Nichtdestotrotz haben Methoden und Strategien, die zu einer raschen Reduktion des Körpergewichts beitragen, unter bestimmten Bedingungen ihre Daseinsberechtigung haben (dies gilt zumindest dann, wenn man ein Verfechter des altbekannten Sprichworts „Der Zweck heiligt die Mittel“ ist).

Die kurzfristige Beeinflussung des Gewichts stellt beispielsweise in gewichtsbasierten Sportarten (z.B. beim Kampfsport, im Gewichtheben oder Leichtgewichtrudern), in denen es so etwas wie Gewichtsklassen gibt, einen wichtigen Aspekt bei der Vorbereitung auf Wettkämpfe und Events dar. Athleten, denen es gelingt am entsprechenden Wiege-Tag ein niedrigeres Körpergewicht auf die Waage zu bringen und damit eine Einstufung in die nächst tiefere Gewichtsklasse zu erreichen, können sich dadurch meist einen entscheidenden Vorteil verschaffen (z.B. weil sie in der tieferen Gewichtsklasse zu den schwersten Teilnehmern gehören) (12). Diese Praxis wird in Fachkreisen auch als „Gewichtmachen“ bezeichnet.

Methoden & Maßnahmen zum Gewichtmachen

Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen chronischen (Wochen bis Monate) und akuten (Stunden und Tage) Maßnahmen zur Gewichtreduktion (13), wobei die Einhaltung einer Diät mit Kaloriendefizit zum Zwecke der Körperfettreduktion als langfristige Maßnahme zum Erreichen eines niedrigeren Körpergewichts verstanden werden kann. Zu den am häufigsten verwendeten (weil effektivsten) akuten Strategien zur schnellen Gewichtsreduktion stellt die Manipulation des Wasserhaushalts dar, bei dem in der Regel für einen kurzen Zeitraum sehr hohe Mengen an Wasser konsumiert werden (sog. „water loading“) (3). Die Wasserzufuhr wird dann abrupt eingestellt und es werden heiße Bäder und Saunagänge durchgeführt, um die Schweißproduktion des Körpers anzuregen (4), damit möglichst viel Wasser (= Gewicht) ausgeschwemmt wird.

Die Einschränkung der Kohlenhydrataufnahme stellt eine weitere akute Strategie dar, die durch den Abbau von Glykogenspeichern ebenfalls zu einer Reduktion von Körperwasser – und damit Gewicht – beitragen kann (11), aber was ist mit Ballaststoffen? Ballaststoffe gehören ebenfalls zur Gruppe der Kohlenhydrate, welche für uns allerdings unverdaulich sind und damit nur den Magen-Darm-Trakt passieren (was nicht zu 100% der Wahrheit entspricht, denn ein Teil der Ballaststoffe, die wir essen, dient unseren Darmbakterien als Nahrung, welche daraufhin kurzkettige Fettsäuren produzieren (9)). Die Reduktion der Ballaststoffzufuhr könnte eine weitere, hilfreiche und akute Strategie zur schnellen Gewichtsreduktion sein, indem der Gehalt an Ballaststoffen, Bakterien und Wasser, die sich im Darm befinden (und damit den Körper schwerer machen), reduziert wird (15)(16).

So wird eine ballaststoffarme Ernährung auch in der Gastroenterologie eingesetzt, um Patienten beispielsweise auf eine Koloskopie (Darmspiegelung) oder eine Darm-OP vorzubereiten (17)(18). Der Einsatz von Laxantien (z.B. Abführmitteln, wie Bisacodyl oder Natriumphosphat) führt tatsächlich zu einer Gewichtsabnahme, allerdings besteht auch die Gefahr einer Dehydration (19).

Es stellen sich also folgende Fragen: Solltest du also die Ballaststoffzufuhr reduzieren, wenn es um eine schnelle (temporäre) Gewichtsreduktion (z.B. als Vorbereitung für einen Wettkampf bei einer gewichtsbasierten Sportart) geht? Und wenn ja: Wie effektiv ist eine solche ballaststoffarme Ernährung? Mit welcher Gewichtsabnahme kannst du dadurch rechnen?

Lass uns einen näheren Blick auf eine Untersuchung werfen, in der das näher ergründet wurde.


Dieser Artikel erschien als Editorial-Beitrag in der Februar 2023 Ausgabe des MHRx Magazins. Registriere dich kostenlos oder logge dich mit deinem bestehenden Account ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen!


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Bildquelle Titelbild: Fotolia / sebradepositphotos / Kzenon


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