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Abnehmen mit Erythritol: Welchen Einfluss hat der Zuckeraustauschstoff auf die Kalorienzufuhr?

Abnehmen mit Erythritol: Welchen Einfluss hat der Zuckeraustauschstoff auf die Kalorienzufuhr?

Künstliche Süßstoffe, wie z.B. Sucralose oder Aspartam, werden häufig für Lebensmittel und Getränke verwendet, um den Kalorien- und Zuckergehalt zu reduzieren. Aufgrund der erniedrigten Kalorienzufuhr und ihrer positiven Wirkung auf Sättigung und Appetit sind süßstoffhaltige Produkte in den letzten Jahren überaus populär geworden – was sich insbesondere im Fitness- und Gesundheitsbereich bemerkbar macht.

Individuen, deren Ziel darin besteht (Fettmasse) abzunehmen oder den bisherigen Status Quo (z.B. nach einer erfolgreichen Diät) zu halten, greifen bewusst auf diese zuckerärmeren Substitute zurück, um ihre Lebensqualität zu steigern. Die Einnahme künstlicher Süßstoffe in haushaltsüblichen Mengen gilt zwar generell als sicher, allerdings wird ihr Einsatz hinsichtlich ihrer Effektivität und gesundheitlichen Wirkung an vielen Stellen weiterhin kontrovers diskutiert (3)(4)(5)(6)(7)(8)(9)(10).

Die Einschränkung der täglichen Kalorienzufuhr (was z.B. durch süßstoffhaltige Alternativen erreicht werden kann) ist dazu in der Lage einen erfolgreichen Abnehmprozess zu unterstützen, stellt aber für viele Menschen keine dauerhafte Lösung ihres (übergewichtigen) Problems dar. Der Gedanke, für den Rest seines Lebens Diät halten zu müssen, um das erreichte Körpergewicht bzw. die gewünschte Körperkomposition dauerhaft zu halten, dürfte für die wenigsten von uns erträglich sein.

Aus diesem Grund beschäftigen sich zahlreiche Wissenschaftler seit vielen Jahren mit der regen Erforschung verschiedenster Hormone, die einen nachweislichen Einfluss auf Hunger und Sättigung in unserem Körper zeigen (denn wer sich nicht bewusst beim Essen zurückhalten, also Diät halten, muss, sondern mit dem Essen aufhört, weil er bereits satt ist, hat langfristig die besseren Karten und dürfte zufriedener sein). Zu diesen Botenstoffen gehört beispielsweise das Hormon Leptin, welches vom Fettgewebe synthetisiert wird und bei gesunden Individuen im Gehirn ein Sättigungssignal übermittelt.

Ein weiterer, vielversprechender Kandidaten auf diesem Gebiet sind Cholecystokinin (CCK), das im Dünndarm gebildet wird und die Sättigungswirkung fördert (↓ Kalorienaufnahme).

Erythritol – Der bessere Zuckeraustauschstoff?

Dies ist der Moment, in dem der Zuckeralkohol Erythritol ins Spiel, der aus Stärke gewonnen wird. Erythritol (auch bekannt als Erythrit) gilt mit einem Brennwert von 0,21 kcal/g als überaus kalorienarm und besitzt eine Süßkraft, die 60-80% der Süße von Haushaltszucker entspricht (12)(13)(14).

Die bisherigen Erkenntnisse, die wir aus wissenschaftlichen Untersuchungen zu Erythritol gewinnen könnten, erscheinen überaus vielversprechend. So wird die akute Einnahme beispielsweise mit einem Anstieg diverser Sättigungshormone im Verdauungstrakt (etwa CCK, GLP-1 und PYY) und eine Reduktion von Ghrelin in Verbindung gebracht (16)(17)(19)(20). Neben einer verzögerten Magenentleerung scheint Erythritol zudem keinen Einfluss auf die Glukose- und Insulinkonzentration bzw. die Blutfettwerte zu haben (15)(16)(18).

All diese Eigenschaften machen Erythritol zu einem vielversprechenden Substitut für Zucker und einer echten Alternative zum Einsatz künstlicher Süßstoffe – vorausgesetzt, dass es Menschen dabei helfen kann, die täglichen Kalorienzufuhr zu reduzieren.

Die Auswirkungen einer oralen Erythritol-Zufuhr auf die ad libitum Energieaufnahme wurde von einem Team aus Forschern vor kurzem näher untersucht. Und diese Ergebnisse möchten wir dir im Rahmen des Beitrags präsentieren. (...)


Dieser Artikel erschien in der 12/2022 Ausgabe des Metal Health Rx Magazins.

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Bildquelle Titelbild: depositphotos / photographee.eu


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