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Simple Diät-Unterstützung? Eine ballaststoffreiche, natürliche Ernährung reduziert die Kalorienaufnahme & begünstigt Gewichtsverlust

Simple Diät-Unterstützung? Eine ballaststoffreiche, natürliche Ernährung reduziert die Kalorienaufnahme & begünstigt Gewichtsverlust

Der Aspekt der Darmgesundheit bzw. eines optimal funktionierenden und gesunden Darms ist in den vergangenen Jahren immer stärker in den öffentlichen Fokus gerückt.

Dabei zeigen neuere Untersuchungen, dass das Mikrobiom (also die Zusammensetzung der Bakterien, die unseren Darm bewohnen) profunde Auswirkungen auf unsere Physiologie, unsere Immunfunktion und unseren Stoffwechsel haben kann (4) und es starke Zusammenhänge zwischen der Darmbesiedlung, der Gen-Expression und dem Metabolismus gibt, die auf unsere Allgemeingesundheit einwirken (z.B. indem sie das Körpergewicht, die glykämische Kontrolle und Entzündungszustände im Darm beeinflussen) (5)(6). Bisher blieb jedoch unklar, ob das Mikrobiom als kausaler Faktor betrachtet werden sollte, oder ob es nicht vielmehr ein Spiegelbild unserer eigenen Physiologie ist (7).

 

Die menschliche Gesundheit wird durch Wechselwirkungen zwischen der Darm-Mikrobiota, dem Wirt und der Umwelt beeinflusst. der Umwelt. Der Mensch ist ein Supraorganismus, der sowohl aus menschlichen Zellen als auch aus mikrobiellen Zellen besteht, insbesondere der Darm-Mikrobiota. Die Darm-Mikrobiota steht in Wechselwirkung mit der Genetik des Wirts und der Umwelt (hauptsächlich die Ernährung), um die Gesundheit des menschlichen Wirtes zu beeinflussen. Einerseits setzt die Darm-Mikrobiota Giftstoffe, wie Lipopolysaccharide, und nützliche Stoffwechselprodukte, wie Vitamine und kurzkettige Fettsäuren Fettsäuren, frei, um den Menschen zu schädigen bzw. zu ernähren. Andererseits übt die Humangenetik auch durch angeborene Immunität oder Nährstoffverfügbarkeit selektiven Druck auf die Darm-Mikrobiota aus. Die Ernährung und bestimmte Medikamente haben ein größeres Potenzial, die Struktur und Funktion der Darm-Mikrobiota zu beeinflussen, als die Genetik des Wirts und modulieren so den Gesundheitszustand des Supraorganismus. (Bildquelle: Zhao, 2013)

Die menschliche Gesundheit wird durch Wechselwirkungen zwischen der Darm-Mikrobiota, dem Wirt und der Umwelt beeinflusst. der Umwelt. Der Mensch ist ein Supraorganismus, der sowohl aus menschlichen Zellen als auch aus mikrobiellen Zellen besteht, insbesondere der Darm-Mikrobiota. Die Darm-Mikrobiota steht in Wechselwirkung mit der Genetik des Wirts und der Umwelt (hauptsächlich die Ernährung), um die Gesundheit des menschlichen Wirtes zu beeinflussen. Einerseits setzt die Darm-Mikrobiota Giftstoffe, wie Lipopolysaccharide, und nützliche Stoffwechselprodukte, wie Vitamine und kurzkettige Fettsäuren Fettsäuren, frei, um den Menschen zu schädigen bzw. zu ernähren. Andererseits übt die Humangenetik auch durch angeborene Immunität oder Nährstoffverfügbarkeit selektiven Druck auf die Darm-Mikrobiota aus. Die Ernährung und bestimmte Medikamente haben ein größeres Potenzial, die Struktur und Funktion der Darm-Mikrobiota zu beeinflussen, als die Genetik des Wirts und modulieren so den Gesundheitszustand des Supraorganismus. (Bildquelle: Zhao, 2013)

Einer der vielen Interessensbereiche ist die Auswirkung der Darmbesiedlung auf die Regulation des Körpergewichts bzw. ihre Bedeutung im Kampf gegen Übergewicht und die daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nicht-alkoholische Fettleber und Typ 2 Diabetes (9).

Inzwischen kristallisiert sich immer mehr heraus, dass das Mikrobiom des Darms so etwas wie eine Art von „Kontrollzentrum“ für die Energiebilanz ist (22)(23)(24). Einerseits entscheidet sich im Verdauungstrakt, wie viel Energie (Kalorien) durch die Nahrung aufgenommen werden. Andererseits findet eine Beeinflussung bei der Ausschüttung von Darmhormonen statt (die auf Hunger und Sättigung einwirken). Zudem entstehen bei der Verdauung von Nahrung (z.B. Ballaststoffen) Metaboliten in Form von kurzkettigen Fettsäuren (sog. SCFAs), die eine Signalwirkung ausüben (8).

Auswirkung von ballaststoffarmer und ballaststoffreicher Ernährung auf die Zusammensetzung, Diversität und Funktion der Darm-Mikrobiota in der Wirtsphysiologie.6 CVD=Kardiovaskuläre Krankheit; CHD = Koronare Herzkrankheit; CAD = Koronare Arterienkrankheit; T2DM = Typ 2 Diabetes mellitus. (Bildquelle: McKeown et al., 2022)

Auswirkung von ballaststoffarmer und ballaststoffreicher Ernährung auf die Zusammensetzung, Diversität und Funktion der Darm-Mikrobiota in der Wirtsphysiologie.6 CVD=Kardiovaskuläre Krankheit; CHD = Koronare Herzkrankheit; CAD = Koronare Arterienkrankheit; T2DM = Typ 2 Diabetes mellitus. (Bildquelle: McKeown et al., 2022)

So zeigen gut kontrollierte Ernährungsstudien, dass eine ballaststoffreiche Ernährung zu einer Verringerung der metabolisierbaren Energie führt und dass eine unterschiedliche Energiezufuhr dazu in der Lage ist (25), die Energiegewinnung durch die Nahrung auf eine Art und Weise zu modulieren, die mit der Darmbesiedlung korreliert ist (26).

Nichtsdestotrotz mangelte es bisher an quantitativen Untersuchungen zur Bezifferung des Gesamt-Beitrags des Mikrobioms zur Energiebilanzgleichung (z.B. hinsichtlich der Energieaufnahme, des Energieverbrauchs und der Energieverluste). Hinzu kommt, dass vergangene Studien nicht präzise genug waren, um etwaige Differenzen bei der Zusammensetzung der Darmbesiedlung zu identifizieren, obwohl bekannt ist, dass es z.T. starke individuelle Unterschiede gibt.

Diese Lücke soll nun durch eine aktuelle, gut kontrollierte Untersuchung geschlossen werden, bei der die Wechselwirkung zwischen (ballaststoffreicher) Ernährung und Darmbesiedlung im Kontext des menschlichen Energiehaushalts näher analysiert wurde. Die Resultate dieses Experiments liefern uns einige simple Praxisempfehlungen, die sich nicht nur im Falle einer Diät als nützlich erweisen könnten.


Dieser Artikel erschien als Editorial-Beitrag in der Juli 2023 Ausgabe des MHRx Magazins. Registriere dich kostenlos oder logge dich mit deinem bestehenden Account ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen!


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Bildquelle Titelbild: depositphotos / golubovy


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